Auf den Spuren der Kelten

Sie haben Europa geprägt – die Kelten lebten von Irland bis nach Anatolien und hinterließen Spuren. Schriftliche Überlieferungen gibt es wenige, da sie wenig schrieben. Über ihre Existenz und ihre Entwicklung lässt sich allerdings viel durch archäologische Funde erklären. Nahezu überall in Europa kann man diese Funde bewundern.

Spuren der Kelten

Als Geburtsstätte der Kelten gilt der Raum Mittel-/Süddeutschland. Von wo die Kelten genau kamen ist jedoch unklar. Die wohl bekannteste Spur der Kelten führt nach Hessen. Hier wurde 1994 am Glauberg in der Wetterau eine lebensgroße vollplastische Sandsteinstatue eines keltischen Herrschers gefunden. Zudem gab der Fund 2 weitere zerbrochene Statuen preis. Viele Urlauber, die ihren Urlaub in Hessen verbringen, lassen diese Station nicht aus und erfahren erstmals mehr von einem Volk, was jeder kennt, aber von dem keiner Genaueres weiß. Die Kelten waren kein übliches Volk. Viel mehr schlossen sich verschiedene Stämme zu einer Gemeinschaft zusammen, die kulturell deutliche Defizite hatte, aber eine Sprache sprach. Durch die fehlende Dokumentation organisatorischer Dinge, lebten die Kelten in einem losen Bund ohne jede formal festgehaltene Struktur.

Überlieferungen

Schriftliche Erwähnungen gibt es vor Allem von anderen Stämmen und Völkern. Sie berichteten ab dem 5. Jahrhundert vor Christus erstmals von dem keltischen Volk. Vor Allem die Römer und die Griechen beschrieben die Kelten in ihren Überlieferungen. Im Jahre 250 v. Chr. tauchte das keltische Herrschaftsgebiet erstmals auf einer Weltkarte auf. Es waren auch die Griechen, die den Kelten ihren Namen gaben – es bedeutete „die Tapferen“. Trotz der Bezeichnung als kühnes, tapferes Volk waren die Kelten ein eher unbeliebtes Volk im Raum Europas. Sie wurden als blutrünstige Barbaren bezeichnet, die einzig ihren grausamen Ritualen nachgingen.

Der wohl bekannteste Stamm der Kelten waren die Gallier. Gallien lag hauptsächlich in Frankreich grenze aber auch an Belgien und Deutschland an. Durch den bekannten Comic „Asterix und Obelix“ erfahren selbst Kinder von der Stärke und Kühne der Kelten. Im Comic hält das kleine gallische Dorf, indem Asterix und Obelix mit ihrem Volk leben durch das Wissen ihres Druiden den Angriffen der Römer stand. Und tatsächlich gab es in gallischen Stämmen Druiden, die ihr gesamtes Wissen an ihr Volk weitergaben und so dem Volk eine ungeahnte Stärke verliehen.

Wirtschaft

Die Kelten verfügten über eine gut entwickelte Wirtschaft, was sie als überlegen darstellte. Sie bauten nicht nur landwirtschaftliche Produkte an und betrieben Viehzucht, sie düngten auch ihre Felder, damit diese ihnen mehr Ertrag brachten. Neben dem landwirtschaftlichen Fortschritt waren die Kelten auch im Bereich der Metallindustrie erfolgreich. Sie präzisierten die Gewinnung von Kupfer, Zinn, Gold, Silber und Eisen. Da sie auch Unmengen an Salz förderten, bauten sie sich ein weit verzweigtes Handelsnetz auf. Sie tauschten mit umliegenden Völkern und wurden zu einer wichtigen Handelsmacht. Schon bald bezahlten sie ihre Ware dann auch mit ihren eigens geprägten Münzen. Die Kelten waren vielen Völkern um Längen voraus und doch mussten sich die Kelten Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. geschlagen geben. Die Römer siegten letztendlich über das aus ihrer Sicht „barbarische Volk“.

Foto: Juergen Batscheider – Fotolia.com

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