Die Verbreitung der Kelten

Das die Kelten nicht wie jedes andere Volk eine feste Region auf der Erde hatten, von wo aus sie in den Rest der Welt strömten, dürfte in der heutigen Zeit eigentlich jedem bekannt sein. Vielmehr war es so, dass die Kelten schon seit jeher ein Wandervolk waren, das sich an den verschiedensten Plätzen niederließ und dies notfalls auch mit Gewalt. Und trotzdem fanden sich immer wieder auch feste Siedlungen, wo sich die Kelten einen Ort zum Leben einrichteten und wo sie auch ihre Kultur ausleben konnten. Sehr interessant jedoch ist, dass sich dieses Volk in der Hauptsache über Europa verteilt hat und sich dort auch bei zahlreichen anderen Völkern sehr schnell einen Namen gemacht hat.

Wo man die Kelten antraf

Die ersten nachvollziehbaren Siedlungen der Kelten vermutet man an der oberen Donau und auch am Oberrhein. Dort konnten anhand von archäologischen Ausgrabungen erste Spuren dieses Volkes gefunden werden. Nachdem es keine schriftlichen Überlieferungen über das keltische Volk gibt, ist es auch sehr hilfreich, dass ab einem gewissen Zeitpunkt auch Überlieferungen durch andere Völker vorhanden sind, sodass sich hier ein besseres Bild zeichnen lässt. Von diesen wahrscheinlichen Ursprungssiedlungen aus zogen die Kelten alsbald über ganz Europa hinweg und verbreiteten dabei nicht selten Angst und Schrecken. Da es wie bereits erwähnt kaum Aufzeichnungen gibt, muss man sich den weiteren Verlauf anhand von Ausgrabungen und Überlieferungen zusammenreimen. Es wurden jedoch in einigen Gebieten sehr eindeutige Anzeichen für die ehemalige Anwesenheit der Kelten gefunden, sodass man heute von einigen Regionen mit großer Sicherheit ausgehen kann. So fanden sich die Kelten zum einen in Deutschland, wobei sie sich hier auf die Pfalz und Nord-Pfalz konzentrierten und zum anderen im Nachbarstaat Österreich. Hier wurden vor allen Dingen in Roseldorf und Burg in Schwarzenbach Überreste gefunden. Aber auch vor anderen Ländern machten die Kelten nicht halt. So gibt es Überlieferungen, welche eine Ansiedlung der Kelten in Tschechien, der Schweiz und in Luxemburg bestätigen. Ebenso zog es das keltische Volk auch bald nach Frankreich, wo sie sich in Alesia und Bibracte niedergelassen haben. Des Weiteren gibt es Nachweise darüber, dass sich die Kelten auch in Wale, Schottland und Irland aufgehalten haben, sowie in Teilen Italiens und der Türkei. Zahlreiche Städtegründungen gehen aller Wahrscheinlichkeit auf die Kelten zurück, wobei es sich hier um Städte handelt, die noch heute überaus bekannt sind. Hierzu gehören Paris, Ankara, Budapest und auch Turin. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Überlieferungen fremder Völker meistens daraus resultieren, dass die Kelten oftmals wie die Pest über das Land zogen. Landläufig herrschte große Angst vor den brutalen Übergriffen und so wurden die Kelten auch sehr bald die Barbaren genannt.

Ein Volk, das dem Untergang geweiht war

Trotz der weitläufigen Verbreitung in Europa, oder vielleicht gerade deswegen, war das Volk der Kelten bald dem Untergang geweiht. Wie bereits erwähnt, haben sich die Kelten auf ihrer Wanderung durch Europa hauptsächlich Feinde gemacht, sodass es nicht verwunderlich war, dass diese sich bald auf den Weg machten, um die Kelten in die Schranken zu weisen!

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