Die Geschichte der Kelten – Ein Volk im Wandel der Zeit

Vielen Menschen ist der Begriff Kelten eher aus Film und Fernsehen bekannt. Und so kommt es auch, dass sich zahlreiche Mythen und Geschichten um das keltische Volk ranken, wobei viele eher der Fantasie gewiefter Drehbuchautoren zuzuschreiben sind. Nichtsdestotrotz gibt es auch einige Sagen und Behauptungen, die auf Tatsachen beruhen. Diese haben sich durch die Bemühungen zahlreiche Historiker und Archäologen herauskristallisiert, da die Kelten selbst eher ein schreibfaules Volk waren und es dementsprechend auch nicht viele schriftliche Überlieferungen gibt. Dabei wäre gerade die Geschichte der Kelten für viele Menschen sehr interessant, da diese schon ein ziemlich außergewöhnliches Volk darstellten.

Vom Anfang bis zum Ende

Den genauen Ursprung der Kelten konnte man bis heute nicht eindeutig herausfinden. Es wird jedoch angenommen, dass dieses Volk durch eine starke kulturelle Entwicklung aus den Stämmen der sogenannten Urnenfelderzeit entstanden ist. Die ersten Siedlungen der Kelten fanden sich hauptsächlich an der oberen Donau sowie am Oberrhein. Zeitlich gesehen lässt sich die Geschichte der Kelten bis etwa 750 Jahre vor Christus zurückverfolgen, wobei hier die kulturellen Unterschiede der einzelnen Siedlungen noch sehr groß waren. Erst um den Zeitraum von 480 vor Christus ließen sich erste Gemeinsamkeiten und feste Werte in der Kultur der Kelten erkennen. Auch wird es ab hier leichter, die Geschichte der Kelten zu verfolgen, da es ab diesem Zeitpunkt auch überlieferte Erzählungen anderer Völker gibt. Nachdem sich die Kelten also nun zusammengefunden hatten, begann ab dem Jahr 300 vor Christus eine sogenannte Wanderbewegung, welche schlicht und einfach aus dem Umstand heraus entstand, dass sich das Volk der Kelten rasant vermehrte und die Bevölkerungsdichte stark wuchs. So rotteten sich einzelne Stämme zusammen und gingen auf die Suche nach neuen Siedlungsgebieten, welche oftmals nicht ganz einfach einzunehmen waren. Nicht selten lief es dabei auf eine Schlacht heraus, wodurch die Kelten auch den Beinamen „Barbaren“ bekamen. Die neuen Siedlungen der Kelten fanden sich dann in weiten Teilen Europas wie zum Beispiel auf der Iberischen Halbinsel, in den britischen Wales, in Frankreich und auch im Alpenland. Auch Italien und die Türkei zählten zu den Siedlungsgebieten der Kelten. Das Ende des keltischen Volkes läutete sich dann langsam aber sicher im letzten Jahrhundert vor Christus ein. Ab diesem Zeitpunkt kamen die Teutonen und die Kimbern, beides germanische Stämme immer flächendeckender über Europa und auch die Römer bedrängten die Kelten zunehmend. So kam es dann, wie es kommen musste. Die Kelten wurden stetig weniger und diejenigen, die keine Gelegenheit hatten zu fliehen, mussten sich dem Kulturkreis der Römer beugen. Als die Römer im Jahr 40 vor Christus dann letztendlich das Donau-Südufer besetzten, gehörte die Zeit der Kelten endgültig der Vergangenheit an.

Die Kelten konnten mehr als nur streiten

Auch wenn die Kelten heute mehr oder weniger hauptsächlich für ihre brutale Art zu kämpfen bekannt sind, konnte dieses sehr umtriebige Volk auch mit anderen interessanten Werten glänzen. So waren die Kelten zum Beispiel hervorragende Handwerker und bewiesen zu allen Zeiten einen sehr feinen Kunstsinn. Wenige übrig gebliebene Steinskulpturen, welche bei archäologischen Ausgrabungen gefunden wurden, bezeugen dies heute!

Foto: Maximilian Effgen – Fotolia

line