Die Kelten – Ein Volk mit vielen Geheimnissen

Der Begriff Kelten steht für ganze Volksgruppen, die hauptsächlich während der Eisenzeit im europäischen Raum angesiedelt waren. Die genaue Definition des Wortes ist jedoch schon zu damaligen Zeiten nicht so genau eingegrenzt worden und auch in der heutigen Zeit lässt sich der Begriff Kelten nicht in den Farben schwarz und weiß darstellen. So bezeichnen die einen das keltische Volk als eine Gemeinschaft in der Sprache, während die anderen die Kelten eher als räumliches Volk definieren. Die Eingrenzung fällt im Grunde genommen aus zahlreichen Gründen schwer. So gibt es im Gegenzug zu den meisten anderen Völkern bei den Kelten keine schriftlichen Hinterlassenschaften, auf die man sich beziehen kann. Aus diesem Grund sind sowohl die Historiker als auch die Archäologen darauf angewiesen, sich anhand von Ausgrabungen und Überlieferungen ein Bild zu machen.

Was die Kelten alles trieben

Nun, wie bereits angedeutet, haben die Kelten aus bestimmten kultischen Gründen keine schriftlichen Werke angefertigt und so fällt es in der heutigen Zeit auch schwer, eine einheitliche Geschichte über die Kelten zu schreiben. Auch fand sich das keltische Volk nicht nur in einer Region, sondern war über den kompletten europäischen Raum verteilt. Nichtsdestotrotz gab es keine zentrale Ordnung, welche die Kelten koordiniert und geführt hätte. Durch dieses Fehlen einer staatlichen Ordnung entwickelten sich die Kelten sehr bald zu zahlreichen Stämmen, welche sich lediglich kulturell ähnelten. Die örtliche Ungebundenheit wirkte sich auch auf die Bezeichnung dieses Volkes aus. So wurden die Kelten zum Beispiel in Frankreich als Gallier bekannt, während man sie in der Schweiz oder in Süddeutschland als Helvetier bezeichnete. Der umfassende Name Kelten hat dabei seinen Ursprung in der griechischen Sprache und bedeutet so viel wie „Die Tapferen“ oder auch „Die Kühnen“. Im Volksmund jedoch fanden fast alle Nachbarn der Kelten ganz andere und bei Weitem nicht so heroische Bezeichnungen für dieses Volk. Nicht selten wurden sie als Barbaren hingestellt und hatten den Ruf, besonders blutrünstig zu sein. Dies kam vor allem durch die vielen wenig ruhmreichen Überlieferungen, welche die Kultur und das Handeln im Kampf erzählten.

Schlechter Ruf

So standen die Kelten im Ruf, die Köpfe ihrer geschlagenen Feinde abzuhauen und diese um den Hals ihrer Pferde zu hängen. Auch haben sie angeblich die Ehrenabzeichen dieser Feinde mitgenommen und sich als Trophäe zu Hause an die Wand genagelt. Es muss jedoch auch dazugesagt werden, dass die Überlieferungen stark schwanken, je nachdem, aus welcher Region sie kommen. Ebenso bekannt sind die Kelten für ihre Druiden. Diese genossen einen sehr hohen Stellenwert in der Gesellschaft der Kelten und waren sowohl für religiöse Angelegenheiten zuständig und dienten zudem auch als Lehrer und Richter. Zu guter Letzt war die gesellschaftliche Stellung der Frau bei den Kelten aus heutiger Sicht sehr viel Fortschrittlicher, als es bei den meisten anderen Kulturen dieser Zeit der Fall war. Zwar galten die Frauen nicht voll und ganz als gleichberechtigt, und doch hatten auch die keltischen Frauen in der Gesellschaft einiges zu sagen. Dies lässt sich zumindest aus den Gräbern von Frauen schließen, welche mit opulenten Grabbeigaben wie Gold und dergleichen bedacht waren.

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